Projektwoche Wald

„Alle Kinder sind Erfinder – wenn wir sie lassen.“ (Alfred Selacher)

Am 14.8.2017 ging es los. Ausgestattet mit Schnitzmessern, Becherlupen, Bestimmungsbüchern, Tierkarteien, Ferngläsern, Kameras, Aufnahmegeräten, Smartoskopen, Landart-Ideen, Gips uvm. machten sich am Montag alle zweiten Klassen auf den Weg in den Wald. Schon vorab hatten die Kinder zahlreiche Ideen für ihre Waldexpedition gesammelt. Diese erstreckten sich vom Wunsch nach Klettern und Tipis bauen bis hin zum Interesse an Baumrinden und unterschiedlichen Bodentieren etc.

Montag, 14.8.2017
Der erste Tag im Wald, verging wie im Fluge. Nach einer kurzen Findungsphase hatte jedes Kind eine für sich passende Beschäftigung gefunden. IMG_7676Deutlich spürbar waren die vielen Sinnes- und Teamerfahrungen, die die Schüler in der neuen Lernumgebung machten. „Wie fühlt sich Waldboden an?“, „Wie viel Kraft muss ich aufwenden, um die Rinde von einem Holzstück abzuschnitzen, ohne, dass es bricht?“, „Was ist glitschiger – die Schnecke oder die Erdkröte in meiner Hand?„, „Wie viele Kinder brauchen wir, um den Baumstamm zum Lager zu tragen?“, „Kannst du mir helfen, den Käfer mit dem Lupenglas genau zu beobachten?“.

Zur Begeisterung über das Erlebte, mischte sich die Vorfreude auf den nächsten Tag.

Dienstag 15.8.2017:
Am heutigen Projekttag, waren wir mit der Försterin Monika Voges verabredet. Sie empfing uns am Annaheim, gemeinsam mit ihrem Hund Ida.IMG_7820 Quer Feld ein streiften die beiden mit unserer Gruppe durch den Wald. Neben den Baum-, Pflanzen- und Tiernamen verriert Frau Voges auch andere faszienierende Waldgeheimnisse. Etwa, woran man den Schlafplatz eines Rehs erkennt, welches Tier den Tannenzapfen abgefressen hat oder wie die Brennnessel brennt. Ein toller Einblick in diesen grünen Arbeitsalltag!

Mittwoch, 16.8.2017:
Der dritte Tag im Wald stand ganz im Zeichen der Kunst: Baukunst, Schnitzkunst, Landart. Je nach Interesse, ordneteIMG_7964n sich die Kinder einer Arbeitsgruppe zu und verbrachten den gesamten Vormittag damit zu konstruieren, zu gestalten und zu modellieren.

Beeindruckt davon, wie viele verschiedene Farben der Wald zu bieten hat und, dass Moos die perfekte weiche Unterlage im Tipi darstellt oder von der wundersamen Verwandlung eines kleinen Asts in eine Giraffe, genossen die Zweitklässler den Tag im Wald sichtlich. Besonders groß war die Freude, als plötzlich Herr Brinker durch das Unterholz kam, um die Arbeitsergebnisse des Vormittages zu bestaunen und die Kinder zurück zur Schule führte.

Donnerstag, 17.8.2017
Tag vier der Waldprojektwoche. Dass sich ein Bewusstsein für den Wald als etwas Wertvolles und unbedingt zu Schützendes ausgebildete hatte, war bereits am ersten Projekttag in der Kindergruppe spürbar. Heute ging es darum, die Liebe zur Natur zu festigen und eine aktive Schutzmöglichkeit, die auch Kinder umsetzen können, kennenzulernen. Bewaffnet mit Müllzangen, ArbeitshandschuhenIMG_8079 und Säcken, zogen wir  in das kleine Waldstück am Quendorfer See. Mit Sammelleidenschaft und Ehrgeiz machten sich die Zweitklässler auf in das Gebüsch, um den Naturraum von Kronkorken, Plastiktüten und Papier zu befreien. Die nicht unerhebliche Anzahl an gesammelten Pfandflaschen bringt eine Abordnung der Zweitklässler  in der nächsten Woche zum Getränkemarkt.

Freitag, 18.8.2017:

Der letzte Tag der Projektwoche, diente der Dokumentation. Gewonnene Eindrücke, wurden im Reisetagebuch verarbeitet, entstandende Fragen durch Internetrecherche vertieft. Nach einer Reflektion der Waldtage im Präsentationskreis, endete das Waldprojekt mit der Übergabe des Waldentdeckerdimploms.

Ihr wollt noch mehr sehen? Dann schaut euch hier alle Fotos der Waldwoche an: